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2026: das Jahr in dem Windows zu sehr nervt

Lesezeit: 5 Minuten
03.01.2026

In den letzten Tagen habe ich mehrere Blogartikel gelesen, die davon sprechen, dass 2026 das Jahr des Linux-Desktops ist, und das ist eine tolle Sache. Ich finde aber, dass viele der Überschriften und Posts zu dem Thema eine andere Überschrift haben könnten, und zwar „Das Jahr, in dem Windows zu sehr nervt“.

Geschichte der Verschlimmbesserung

Microsoft hat nun seit Jahren sein Betriebssystem stark verschlimmbessert. Windows Vista war ein schwieriger Schritt, weil viele Rechner noch nicht dafür bereit waren, aber es gab zumindest einen technischen Fortschritt, der mit Windows 7 dann relativ sauber abgeschlossen war.

Ein Schritt, den aber nicht viele mitgehen konnten, war der Wechsel zu Windows 8. Der damalige Chef von Microsoft, Steve Ballmer, war überzeugt davon, Windows zum überall einsetzbaren Betriebssystem zu machen. Ob auf dem Tablet oder dem Handy oder dem Desktop oder auf einem ganz neuen Gerät, Windows sollte das Richtige sein. Dabei hat er ein System gemacht, was für kaum einen gut war. Auf dem Desktop war die vollbildfokussierte Oberfläche immer im Weg und hat den Workflow verändert. Tablets gab es kaum welche und die, die es gab, haben damit gekämpft, dass alle Programme, die nutzenswert waren, nicht auf Touch angepasst waren und das System auch viel zu schwer war. Auf dem Handy ist das System nie angekommen, weil einfach keiner Apps entwickelt hat, und somit war es unattraktiv. Weitere unwillkommene Neuerungen von Windows 8 waren Microsoft-Account-Login, bei dem Nutzer sich anstatt mit einem lokalen Konto mit dem Online-Konto bei Microsoft einloggen konnten.

Durch meine Arbeit stand ich vor dem Problem, dass wir Nutzer Zentral über MySQL authentifizieren wollten. Dies ist an sich kein Problem dank libnss-mysql und pam-mysql, doch leider mangelt es an Programmen um die Nutzer sinnvoll zu verwalten.

Deshalb habe ich nun Tools dafür geschrieben die die Linuxprogramme user{add,mod,del} und group{add,mod,del} imitieren und diese als PAMMySQLTools auf PyPI veröffentlicht.